Bin ich vom EU AI Act betroffen? Der einfache Self-Check für Unternehmen
„Gilt das neue Gesetz eigentlich für mich?“ Diese Frage hören wir momentan fast täglich. Die gute Nachricht: Nicht jede Nutzung von KI führt sofort zu einem Berg an Bürokratie. Aber da der EU AI Act (Verordnung 2024/1689) weitreichende Konsequenzen haben kann, lohnt sich ein genauer Blick.
In diesem Beitrag führen wir Sie durch einen einfachen Self-Check, damit Sie Klarheit für Ihr Business gewinnen.
Schritt 1: Nutzen Sie überhaupt „KI“ im Sinne des Gesetzes?
Der EU AI Act definiert KI recht breit. Es geht um Systeme, die mit einer gewissen Autonomie arbeiten und Ausgaben wie Vorhersagen, Empfehlungen oder Entscheidungen generieren können.
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Ja, wenn Sie Tools wie ChatGPT, Microsoft Copilot, KI-Bildgeneratoren oder spezialisierte Software für Datenanalysen nutzen.
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Nein, wenn Sie lediglich herkömmliche Software ohne Lernfähigkeit einsetzen (z. B. eine einfache Excel-Tabelle oder eine Standard-Webseite).
Schritt 2: Welche Rolle nehmen Sie ein?
Ihre Pflichten hängen entscheidend davon ab, wie Sie mit der KI interagieren:
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Der Betreiber (Deployer): Sie nutzen KI-Tools eines Drittanbieters in Ihrem beruflichen Umfeld (z. B. im Marketing, Personalwesen oder Vertrieb). Das trifft auf die meisten Unternehmen zu.
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Der Anbieter (Provider): Sie entwickeln eigene KI-Systeme und bringen diese unter Ihrem Namen auf den Markt.
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Der Einführer/Händler: Sie vertreiben KI-Software von Herstellern außerhalb der EU.
Schritt 3: Der Risiko-Check
Das Herzstück des Gesetzes ist die Einteilung in Risikoklassen. Überlegen Sie kurz: Wird die KI für kritische Dinge genutzt, wie die Auswahl von Bewerbern oder die Analyse der Kreditwürdigkeit? Dann fallen Sie wahrscheinlich in den Bereich „Hochrisiko“. Nutzen Sie hingegen nur Chatbots oder KI-Texte, stehen vor allem Transparenzpflichten im Vordergrund.
Fazit: Keine Panik, sondern Bestandsaufnahme
Betroffen zu sein bedeutet nicht, dass Sie Ihre KI-Tools abschalten müssen. Es bedeutet lediglich, dass Sie genau wie beim Datenschutz einmal prüfen müssen, ob alles korrekt läuft. Wer jetzt ein einfaches Inventar aller genutzten Tools anlegt, hat den wichtigsten Schritt bereits getan.
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Über diesen Beitrag: KI-Unterstützung: Wir nutzen moderne KI-Tools als Recherche- und Formulierungshilfe. Die fachliche Kontrolle und Verantwortung für diesen Text liegt vollständig bei unseren Experten, um den Anforderungen des EU AI Acts (Verordnung 2024/1689) gerecht zu werden.